Zentrales Guatemala

Quetzal-Biotop

Um zum Biotop „Mario Dary Rivera“, oder besser bekannt als „Quetzal-Biotop“, zu gelangen, ist zunächst der Eingang zum privaten Nebelwaldschutzgebiet Ram Tzul zu passieren. Nach ca. 1,5 km gelangt man an das Biotopo del Quetzal, in dem der Lebensraum des Quetzals auf 1017 ha geschützt wird. Der Quetzal ist ein auffallend grün- und scharlachrot gefärbter Vogel, der das Wappentier Guatemalas darstellt sowie der Geld-Währung ihren Namen gab. Weiterhin befindet sich in dem Biotop mit seinem Nebelwald eines der kleinesten und ungewöhnlichsten Ökosysteme des Landes. ier lassen sich zahlreiche Wasserfälle und kleine Bäche mit reinstem Wasser entdecken. In dem opulenten Wald herrschte eine Luftfeuchtigkeit von 80-100%. Der Regen dauert das ganze Jahr an, wobei März und April die am wenigstens regnerischen Monate darstellen im Gegensatz zu Juni bis September. Der nieselartige Regen von Oktober bis Januar hat seinen eigenen Namen in der Region bekommen: Hier handelt es sich um den Chipi-Chipi.

Die besten Chancen, den scheuen Quetzal zu beobachten, bieten sich im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung, wenn der Vogel auf Futtersuche ist.

Cobán

Cobán

Quelle: Inguat

Die Stadt von Cobán ist die Hauptstadt des Departments Alta Verapaz im Zentrum Guatemalas, 219 km von Guatemala Stadt entfernt. Cobán liegt im Mittelpunkt einer der bedeutendsten Kaffee-Regionen des Landes.

In der Geschichte Cobáns spielen Deutsche eine besondere Rolle: Ende des 19.Jahrhunderts wurde die Stadt von deutschen Kaffeeanbauern erschlossen, 1888 wurde dort ein Deutscher Club gegründet und 1935 eine Deutsche Schule. Bis 1930 lebten über 2000 Deutsche in der Stadt, welche 1941 ausnahmslos von der guatemaltekischen Regierung ausgewiesen wurden. Unterschiedliche deutsche architektonische Bauelemente können noch weiterhin in Cobán entdeckt werden.

Cobán ist umgegeben von mit Orchideen geschmückten Bergen. Die seltene Orchidee Monja Blanca ist das Symbol des Departments. Zahlreiche Naturreservate in der nächsten Umgebung von Cobán machen die Region zu einem attraktiven Ausflugsziel für Touristen, welche sich für Naturwunder wie die Kalkstein-Becken von Semuc-Champey, riesigen Kalkstein-Höhlen, Wasserfällen sowie immergrünen Nebelwäldern begeistern.

Lanquín

Der kleine Ort Lanquín liegt 380 m über dem Meeresspiegel. 1 km entfernt von dem Dorf befindet sich ein großer Höhlenkomplex, bekannt als die „Grutas de Lanquín“. Nach Angaben von Forschern erstrecken sich diese Höhlen einige Kilometer weit unter der Erde. Die ersten hundert Meter dieses Untergrundsystems sind bereits mit einem Fußweg und dieselbetriebenen Licht versehen, der Großteil ist jedoch noch völlig unberührt. Eindrucksvolle Stalaktiken und die reißenden Strömungen des Flusses, welche klar und kühl aus der Höhle sprudeln, ziehen die Aufmerksamkeit von Besuchern auf sich.

Semuc Champey

Semuc Champey

Quelle: Inguat

Nah an Lanquín liegt ein zweites Naturschauspiel: Die 300m lange Kalksteinbrücke Semuc Champey. Hier befindet sich, treppenartig angeordnet, eine Reihe von Natur-Pools. Mit ihrem klaren, frischen Flusswasser laden diese Becken, deren Farbe von Türkis bis Smaragdgrün reicht, geradezu zu einem Bad ein! Die Pools sind von mit dichtem Grün bewachsenen Steilwänden umgeben.